Parabola Forum Zürich lädt ein:

 

Neale Donald Walsch

Neale Donald Walsch ist ein moderner Botschafter der Spiritualität, dessen Worte die Welt auf eine besondere Weise berühren. Seine Serie „Gespräche mit Gott“ wurde in 27 Sprachen übersetzt und inspirieren Millionen von Menschen. Damit wurde er weltweit zu einem der wichtigsten Repräsentanten eines neuen spirituellen und energetischen Aufbruchs, der zukunftsweisend sein könnte.
 
 

Weitere Seminare:

  • TULKU LAMA LOBSANG, Tibet
    DIE ESSENZ DER HEILUNG: Das Gesundheits-Geheimnis der tibetischen Mönche 3. und 4. Oktober
     
  • DAN MILLMAN, USA
    DIE WEISHEIT DES FRIEDVOLLEN KRIEGERS
    4. / 5. Oktober
     
  • Dr. GEORG RUPP
    DAS STERNUM - PROJEKT: Sieben Schlüssel für ein reiches Leben 18. / 19. Oktober
     
  • ANN WILSON SCHAEF, USA
    LEBEN IM PROZESS: Wahrheiten, um den Weg der Seele zu leben
    1. November
     
  • JANA HAAS
    ENGEL DER NEUEN ZEIT
    15. / 16. November

 

 

 
     
 

Der New York Times Bestseller-Autor der „Gespräche mit Gott“- Bücher kommt für zwei Seminare in die Schweiz:

NEALE DONALD WALSCH
ZUHAUSE IN GOTT
Der Prozess der Wiederentdeckung unserer Identität

 
 
  • Abendseminar: Zuhause in Gott
    Dienstag, 23. September 2008, 19-22 Uhr
     
  • Tagesseminar: The real God - The real You - Der Prozess der Wiederentdeckung unserer Identität
    Mittwoch, 24. September, 10-18 Uhr

Neale Donald Walsch zeigt uns in seinen Seminaren in Zürich, wie ein neues Gottes- und Weltverständnis zur Quelle von einem neuen Glück werden kann. Er lüftet das Geheimnis der Gesetze der Manifestation und der persönlichen Schöpfung und zeigt, was wirklich hinter dem Mythos steckt, dass die Welt ein Abbild unserer Vorstellungen ist - so dass wie wir sie freier gestalten können. Und das Schönste: Der Gott, dem wir hier begegnen, ist in jedem Menschen zu Hause.


Neale Donald Walsch - einer der wichtigsten Repräsentanten eines neuen spirituellen une energetischen Aufbruchs.

Eine philosophische Betrachtung von Bernhard Schär, Inhaber Parabola Forum Zürich

Wenn wir uns einen geistesgeschichtlichen Aufbruch von vergleichbarer weltbewegender Energie vor Augen führen wollen, müssen wir auf Epochen zurückgehen, die der Philosoph Karl Jaspers die „Achsenzeit“ nannte. Zwischen dem neunten und dem zweiten Jahrhundert vor Christus bildete sich eine neue Form des menschlichen Bewusstseins heraus. In dieser Zeit entwickelten sich die grossen Glaubensrichtungen: Hinduismus und Buddhismus in Indien, Daoismus und Konfuzianismus in China, der Rationalismus in Griechenland und der Monotheismus im biblischen Israel.

Aus heutiger Sicht begreift man die aus der Achsenzeit entstandenen Religionen als grandiose Experimente über die Differenz von Geist und Materie, bzw. von Objektivität und Subjektivität. Von dieser erstrangigen Unterscheidung sind alle weiteren Gegensätze abgeleitet, die für die Organisation des geistig-seelischen Lebens in den verschiedenen Hochkulturen massgeblich geworden sind. Erinnern wir uns an ein paar Gegensätze, die Pythagoras aufgezählt hat: hell und dunkel, begrenzt und unbegrenzt, männlich und weiblich, das Ruhende und das Bewegte, die unsterbliche Seele und der sterbliche Körper, das Unverfügbare und das Verfügbare, der Zweck und die Mittel und so weiter. Je mehr Energien eine frühere Kultur in die Ausgestaltung dieser Differenzen investierte, desto schärfer prägte sich in ihnen die kulturrevolutionäre Dynamik des zweiwertigen Denkens gegenüber den frühen animistischen, also einwertigen Weltauslegungen aus. Und sich an Gegensätzen zu erfreuen bedeutet auch, kraft unserer Fantasie die Gegensätze auseinander zu schieben, um Raum zu schaffen und dann die wundervollen Energien zu geniessen, die von beiden Seiten ausgeht.

Doch all diese Hochkulturen treten auch als evolutionär neuartige Gebilde aus politischer Machtbildung und metaphysischer Weltauslegung ihren Siegeszug an. Und so konnte es nicht ausbleiben, dass die Differenz zwischen Subjekten und Objekten auch die menschlichen Beziehungen beeinträchtigte, insofern sie sich unter dem Zeichen von Ungleichheit und Klassenherrschaft begegneten. Während in den Naturreligionen das Seelische allgegenwärtig ist und keinen äusseren Gegensatz zu kennen scheint, führt der hochkulturelle Dualismus zu einer Verknappung von Seele, Subjektivität und Macht. So wurde die Sklaverei als auch die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen erst möglich. Ebenso die Erlösungsreligionen. Sie hatten die Aufgabe für die Opfer von Entseelungen Wiederbeseelungschancen offenzuhalten.

Soviel zur Geschichte. Doch woraus speist sich heute die individualistische Tiefenströmung des modernen Zivilisationsprozesses? Sicher einmal in der Demokratisierung des Rechtsanspruches auf Subjektivität. Will heissen: das eigene Leben so zu gestalten, wie es mir selber am sinnvollsten erscheint. Doch damit verbindet sich auch der gottfreie Wille zur Macht, welche insbesondere amerikanische Autoren in eine smarte Lehre vom Recht auf Kraft (Power) übersetzten. Ein moderner Held ist dann derjenige, der sich täglich dazu aufrafft, sich zu seiner Chance zu bekennen. Anders formuliert: ein moderner Mensch ist man heute nur, wenn man über ein gewisses Kapital an Willenskraft und Selbstvertrauen verfügt.
 
Was aber ist zu raten, wenn wir keinen Zugang zu Visionen und Willenskräften finden, wenn die Quellen des Selbstvertrauens im Moment unauffindbar sind? Als guter Amerikaner antwortet Neale Donald Walsch darauf, dass jeder Mensch ein unveräusserliches Recht darauf habe, sein Leben aus den Überzeugungen zu führen, die ihn schon jetzt zum höchsten Einsatz seiner Selbst zu bewegen vermögen. Und wer in seinem Innern noch keine Energiequelle gefunden hat, darf in gar keinem Fall resignieren; er muss weitersuchen, bis er an Tiefenkräfte rührt. Jeder Mensch wird so zu einem potentiellen Medium für Lebenskraft und für neue Inspirationen aus dem Reich der Transzendenz. Wahr wird, was wirkt, was im Leben Früchte trägt. Gott wird dadurch zum persönlichen Sponsor.

Nachdenkliche Leser aus der europäischen Tradition der Skeptikerschule mögen dies Amerikanismus im Religiösen nennen, wäre da nicht Johann Gottlieb Fichte, der bereits vor über 200 Jahren zu bedenken gab: „Wer sich selbst, im Geist konsequenter Objektwissenschaften, als durch und durch fremdverursachtes Partikelchen in der Welt begreift, trennt sich von seiner Spontaneität und riskiert, in unheilbarer Entseelung zu versinken“. Damit wird auch deutlich, dass trotz der Säkularisierung unsere Seele weiterhin die Bühne bleibt, auf der die Uraufführung der Welt für jeden von uns gegeben wird. Und mit dieser Leistung bleibt die Seele weiterhin das abenteuerliche Herz unserer Existenz. Und unser Herz lebt besonders dann auf, wenn wir neue Chancen, neue Möglichkeiten entdecken. Dabei versöhnt die Chance den Einzelnen mit dem Unbekannten, indem sie ihm zeigt, wo er den Sprung ins Gelingen von neuem versuchen soll.

Anhänger etablierter Glaubensformen mögen diese Pragmatisierung des Religiösen anstössig finden, aber man kann nicht bestreiten, dass der Glaube schon immer zum Geheimnis des Erfolges gerechnet wurde. Durch ein Glaubenswagnis werden Selbsterfahrungen im Erfolg freigesetzt und durch den Erfolg eine Selbsterfahrung im bestätigten Vertrauen.
 

 
     

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