Wir werden heute später, länger und anders alt als frühere Generationen. Aber in unseren Köpfen scheint diese Veränderung bisher nicht angekommen zu sein. Noch immer herrschen viele negative und nicht mehr gültige Vorstellungen vom Altwerden und Altsein vor. Dieses Abendseminar rückt die schiefen Bilder gerade und beleuchtet die vielleicht komplexeste Phase unseres Lebens von allen Seiten.

Abend-Seminar mit:

LUDWIG HASLER

FÜR EIN ALTER, DAS NOCH ETWAS VORHAT
Mitwirken an der Zukunft

Wir sehen heute unendlich viele Formen des Älterwerdens, viele davon so ausgestaltet, dass sie gar nicht mehr mit „Alter“ assoziert werden. Sie spiegeln vielmehr vielfältige Bedürfnisse wider: Zeit geniessen zu dürfen, Freiräume auskosten, noch einmal völlig neue Lebenserfahrungen machen. Ludwig Hasler wird uns dabei helfen, diese vielschichtigen und manchmal auch widersprüchlichen Seiten des heutigen Alterns und die daraus entstehenden Spannungen besser zu durchdringen. Langzeitstudien belegen, dass wir für‘s Älterwerden bestens gerüstet sind: Ältere fühlen sich meist deutlich jünger, als sie sind – und leben dadurch länger. Sie verfügen über erstaunliche Anpassungs- und Bewältigungsstrategien und daher über ein hohes Mass an Zufriedenheit und Wohlbefinden. Und können kognitiv und mental überraschend stabil bleiben.

Kernpunkte: Warum 25 Jahre Passivmitgliedschaft im Alter weder für uns noch für die Gesellschaft eine befriedigende Perspektive darstellt. – Wie wir vom Endverbraucher unserer Lebenschancen zu Akteuren für die Zukunft werden. – Wie begegnen wir unserer metaphysischen Obdachlosigkeit? – Woher nehmen wir das Gefühl von Sinn? Warum Neugier im Alter durch das Staunen seine Qualität variiert. – Wie Werke, welche die Individualbedürfnisse übersteigen, auf uns zurückwirken. – Wie wir mit etwas Geist unsere Umgebung bis ins hohe Alter aufmischen können.

Ludwig Hasler studierte Philosophie, Physik, Germanistik und klassische Philologie. Es folgten Jahre als Philosophiedozent an den Universitäten Zürich und Bern. 1995 trat er in die Redaktion der Weltwoche ein und führt seither ein journalistisch-akademisches Doppelleben. Für seine Essays zur Kulturphilosophie erhielt er den Preis der Goethe Stiftung Basel. Autor von „Für ein Alter, das noch etwas vorhat“.


Donnerstag, 28. Mai 2020 von 19 bis 22 Uhr / Seminarkosten: Fr. 90.-
Ort: Kirchgemeindehaus St. Jakob, Stauffacherstr. 8, 8004 Zürich


Infos und Anmeldung:
Parabola Forum, Münstergasse 9, 8001 Zürich
Tel: 044 261 00 90 / E-Mail: bs@parabolaforum.com