Im neusten Seminar von Eugen Drewermann geht es um das Wesen des Grundes, auf dem alles ruht. Viele lassen heute oft die Anfänge weg, welche durch die Religion verkörpert werden, und bauen ihr Floss, um den Lebensfluss zu überqueren, mit den Materialien, die sie als Treibgut vorfinden. Warum ist es dennoch angebracht, theologischen und spirituellen Fragen weiterhin Kredit einzuräumen?

Abendseminar mit:

Dr. EUGEN DREWERMANN

IM GLUTKERN DER GEGENWART
Mythopoetische Narrative im Spannungsfeld zwischen Himmel und Erde

Die Sehnsucht, mit dem Göttlichen in Kontakt zu kommen, ist ungebrochen. Wie aber lässt sich heute dieser Dialog vorstellen? Anhand folgender Kernpunkte lotet Eugen Drewermann die Formen dieses Begehrens aus und zeigt, dass Offenbarungen unserer wohl ältesten Sehnsucht entsprungen sind:

Wo und wann kam erstes Bewusstsein zum Vorschein und wie könnte Selbstbewusstsein entstanden sein? / Was es bedeutet, dass die Begriffe der Religion und Philosophie aus dem gleichen Begriffspool kommen? Wann ist dieses Band zerrissen worden und warum? / Was hat uns das Christentum gegeben? Und kann die Religion heute noch leisten, was sie verspricht? / Was bleibt von uns, wenn die Frage nach unserer Identität nur noch durch die Fähigkeit des moralischen Handelns bestimmt wird? Und lässt sich dieses Sollen ohne Transzendenzbezug bestimmen? / Schafft die säkulare Vernunft das Entscheidende oder stösst sie schon vorher auf ihre Grenzen? / Erscheinungsformen der säkularen Suche nach dem Geistigen. / Wie das Geistige vom Abstellgleis zu holen ist und welcher Platz im gesellschaftlichen Gefüge es zukünftig einnehmen könnte.

Es ist immer wieder bereichernd, die Dynamik von Eugen Drewermann, sein sanftes Spiel von Subtilität und Kraft zu erleben. Dr. Drewermann ist Psychotherapeut, Seelsorger und Autor zahlreicher Meisterwerke zur tiefenpsychologischen Exegese.


Dienstag, 5. Oktober 2021 von 19 00 – 22 Uhr / Seminarkosten: Fr. 90.-
Ort: Kirchgemeindehaus St. Jakob, Stauffacherstr. 8, 8004 Zürich


Infos und Anmeldung:
Parabola Forum, Münstergasse 9, 8001 Zürich
Tel: 044 261 00 90 / E-Mail: bs@parabolaforum.com